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03.05.2022

Die Bundesfestung Ulm war und ist für viele nationale und internationale Festungsforscher schon immer eine Reise wert. In der Vergangenheit fanden daher schon mehrfach Tagungen, Exkursionen und Besuche von Fachleuten statt. Nach den bekannten Einschränkungen durch die Pandemie, ist es nun wieder möglich, sich an Ort und Stelle zu treffen und auszutauschen. Daher findet in der Zeit vom 11. – 17. Mai 2022 die „3. Internationale Biehler-Fort Tagung“ statt, die von unserem Verein

ausgetragen und betreut wird.

Unserem Mitglied Markus Theile ist es, durch ein abwechslungsreiches und höchst interessantes Programm, gelungen, rund 45 Teilnehmer aus Großbritannien, Frankreich, Polen und Deutschland an die Donau zu „locken“.
Die Fachleute werden sich über die neuesten Forschungs-, Renovierungs- und Nutzungskonzepte im Allgemeinen austauschen, denn Festungsanlagen werden immer häufiger für eine touristische und kulturelle Nutzung entdeckt. Vor allem hier sind denkmalgerechte Konzepte gefragt und wichtiger denn je!

Im Focus stehen aber die Forts, die in den 1880er Jahren vom damaligen Generalinspekteur General von Biehler entwickelt und gebaut wurden. Diese Bauart unterscheidet sich erheblich von den Ulm / Neu-Ulmer Festungsanlagen die in der Zeit zwischen 1842 – 1859 erbaut wurden.
Durch die Einführung von neuen Geschützen und der Brisanzmunition (= Granaten, die beim Aufschlag explodieren), waren die Bauwerke der oben genannten Epoche gefährdet. Beim neuen Baustil verzichtete man weitestgehend auf freistehende sowie weithin sichtbare Mauerwerke und baute, aus Gründen der Deckung und Tarnung, nun „in die Erde“ hinein.

In Ulm wurden in den 1880er Jahren zwei dieser Forts gebaut. Das Fort Oberer Eselsberg-Hauptwerk, welches in den 1970er stark zerstört wurde, sowie das Fort Oberer Eselsberg-Nebenwerk. Dieses befindet sich in einem nahezu kompletten und sehr guten Zustand, weil es einige unserer Vereinsmitglieder seit 2010 betreuen. Sie kümmern sich um die Grünpflege, kleinere Reparaturen und die Rekonstruktion von historischen Details, wie z. B. die Latrinen oder die funktionsfähige Alarmeinrichtung.
Dem Fachpublikum kann also einiges geboten werden!

Dieses einmalige Fort kann aber nicht nur von Tagungsgästen besichtigt werden, sondern von jedem Interessierten nach Anmeldung über unsere Homepage, oder am So. 8. Mai bei einer Führung über die UNT. Auf unserer Startseite, oben links, können Sie sich informieren.